Die Geschichte
Von Kung Fu
zu WHKD
Drei Kampfkünste, Jahrtausende Geschichte — wie eine uralte Tradition über Hawaii nach Kiel kam.
Jahrtausende alt · China
Chinesisches Kung Fu
Kung Fu — im Chinesischen 功夫, wörtlich „Meisterschaft durch harte Arbeit" — ist kein einzelner Stil, sondern ein Oberbegriff für Hunderte von Kampfsystemen, die sich über Jahrtausende in China entwickelt haben. Die Wurzeln reichen bis in die Zeit der Shaolin-Mönche zurück, die körperliche Übung und geistige Disziplin als untrennbar betrachteten.
Zentral für das spätere WHKD ist das Sil-Lum Pai — der südliche Shaolin-Stil. Er gliedert sich in das Fünf-Tier-System: Tiger für rohe Kraft, Kranich für Gleichgewicht und Präzision, Drache für innere Energie, Schlange für Flexibilität und Treffsicherheit, Leopard für Schnelligkeit. Ergänzt wird dieses System durch Chin Na, die Kunst der Gelenkhebel und Griffe.
Neben den südlichen Stilen spielen auch nördliche Kung-Fu-Systeme eine wichtige Rolle — bekannt für weite Standbeine, hohe Tritte und fließende Bewegungsabläufe. Erst die Verbindung beider Schulen, wie sie im WHKD vollzogen wird, ergibt ein vollständiges Kampfsystem, das sowohl Nähe als auch Distanz beherrscht.
1947 · Honolulu, Hawaii
Kajukenbo
KA·rate · JU·do/Jujutsu · KEN·po · BO·xing
1947 gründeten fünf Meister in der Palama Settlement in Honolulu die Black Belt Society — einer der härtesten Gegenden Hawaiis. Ihr Ziel: eine Kampfkunst, die auf der Straße tatsächlich funktioniert. Das Ergebnis war KAJUKENBO, das erste moderne Mixed Martial Art der Geschichte.
Die 5 Gründer
1969 · San Francisco, California
Wun Hop Kuen Do
„Kombinations-Faust-Stil" — Kantonesisch
Great Grandmaster Al Dacascos, KAJUKENBO-Schwarzgurt, zog in den 1960ern nach Nordkalifornien. In den Chinatown-Gyms von San Francisco vertiefte er sich intensiv in nördliche und südliche Kung-Fu-Stile. 1968 entwickelte er aus dem KAJUKENBO heraus, unter dem Einfluss traditioneller Kung-Fu-Stile, sein eigenes System — kein „Fixed System", sondern eine kreativ-adaptive Kampfkunst, die den Praktizierenden lehrt, situativ und individuell zu reagieren.
Adaptive Philosophie
Keine festen Reaktionen — situativ und individuell reagieren
Kung-Fu-Tiefe
Nördliche und südliche Sil-Lum-Stile systematisch kombiniert
Eskrima
Tiefer verankert als im Standard-Kajukenbo
1st Basic Form
Verbindet explizit lange nördliche mit kurzen südlichen Bewegungen
Wie WHKD-Kung Fu nach Kiel kam
Das WHKD kommt nach Deutschland
Great Grandmaster Al Dacascos lebt sieben Jahre in Hamburg und unterrichtet die erste Generation europäischer Schüler. Der Grundstein für WHKD in Deutschland ist gelegt.
whkd.de ↗Von Hamburg nach Lübeck
Grandmaster Michael Timmermann gründet in Lübeck eine feste Schule — WHKD verwurzelt sich in Norddeutschland.
Von Lübeck nach Segeberg
Sigung Jürgen von Wyszecki, Schüler der Lübecker Schule, gründet in Klein Rönnau bei Segeberg eine eigene Schule und trägt die Kunst weiter in die Region.
WHKD in Kiel
2004 gründet Sigung Jürgen von Wyszecki, aus Segeberg kommend, die WHKD-Gruppe in Kiel. Ab 2014 übernimmt Sihing Sebastian Wied schrittweise Verantwortung — ab 2018 offiziell als Schwarzgurt. 2026 übergibt er die Gruppe an Sihing Sönke Birkner und Sihing Hauke Sachtleben — ein neues Kapitel beginnt.